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Geltungszeitraum von: 01.07.2005

Geltungszeitraum bis: 31.12.2008

Zulassungsordnung
für die nebenberufliche Kirchenmusik-Ausbildung
– RVO Zulassungsordnung – C –

Vom 5. Juni 2001

(GVBl. S. 175)

Der Evangelische Oberkirchenrat erlässt aufgrund § 16 Abs. 2 des Kirchlichen Gesetzes über den kirchenmusikalischen Dienst in der Evangelischen Landeskirche in Baden (Kirchenmusikgesetz-KmusG) vom 29. April 1987 (GVBl. S. 75) folgende Rechtsverordnung:
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§ 1
Bewerbung

Für die Teilnahme an der C-Ausbildung sind folgende Unterlagen erforderlich:
  1. Anmeldeformular mit den Angaben zur Person und zur musikalischen Vorbildung.
  2. Nachweis über die Teilnahme an einer qualifiziert geleiteten Chorarbeit bzw. in einem Posaunenchor.
  3. Zeugnis über die bestandene D-Prüfung (Kopie) oder eine entsprechende Empfehlung des Bezirkskantors bzw. der Bezirkskantorin.
  4. Bestätigung über die Mitgliedschaft in einer der ACK angehörenden Kirche.
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§ 2
Anmeldeverfahren

( 1 ) 1 Die erforderlichen Unterlagen für die Zulassung zur Teilnahme an der C-Ausbildung werden beim zuständigen Bezirkskantorat eingereicht. 2 Das Bezirkskantorat leitet der jeweiligen Ausbildungsstätte, dem zuständigen Landeskantorat und gegebenenfalls der Bläserarbeit die erforderlichen Unterlagen zu.
( 2 ) Ausbildungsstätten sind die Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg und das Landeskantorat Südbaden in Freiburg.
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§ 3
Aufnahmeprüfung

( 1 ) 1 Vor Beginn der C-Ausbildung wird an der Ausbildungsstätte eine Aufnahmeprüfung abgelegt. 2 Die Aufnahmeprüfung wird von den Ausbildungsstätten verantwortet. 3 Eine Aufnahmeprüfung ist nicht erforderlich, wenn zuvor die D-Prüfung mit einem Notendurchschnitt von mindestens “gut” abgelegt wurde.
( 2 ) Von den Bewerberinnen und Bewerbern und die Teilnahme an der C-Ausbildung wird bei der Aufnahmeprüfung Folgendes erwartet:
  1. Orgel-Literaturspiel
    1 Ein Choralvorspiel und ein freies Werk jeweils mit Pedal. 2 Die Werke müssen aus zwei verschiedenen Epochen stammen.
  2. Gottesdienstliches Orgelspiel
    Vom Blatt-Spiel eines bekannten Chorals nach einem Choralbuch vierstimmig mit Pedal.
  3. Klavierspiel
    Spielen eines Klavierstücks im Schwierigkeitsgrad einer zweistimmigen Invention von J. S. Bach oder eines leichten Sonatensatzes.
  4. Sologesang
    1 Vortrag eines selbstgewählten Liedes. 2 Vom-Blatt-Singen einer einfachen Chorstimme.
  5. Gehörbildung
    1 Hören von Intervallen innerhalb einer Oktave. 2 Unterscheiden von Dur- und Moll-Akkorden.
  6. Musiktheorie
    Kenntnis der Grundlagen der allgemeinen Musiklehre: Quintenzirkel, Kadenzen, Tonleitern, Drei- und Vierklänge, Kirchentonarten.
  7. Bläserchorleitung
    1 Vortrag eines Solostückes. 2 Vom-Blatt-Spiel einer Blästerchorstimme.
(Bei der Teilbereichsausbildung Chorleitung entfallen die Nummern 1 bis 3 und bei Bläserchorleitung die Nummern 1 bis 4.)
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§ 4
In-Kraft-Treten

( 1 ) Diese Rechtsverordnung tritt mit Wirkung vom 1. Juli 2001 in Kraft.
( 2 ) Gleichzeitig tritt die Zulassungsordnung vom 5. September 1995 (GVBl. S. 181) außer Kraft.