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Dienstanweisung
für die landeskirchlichen Beauftragten
für Kirchenmusik (Landeskantoren)

Bekanntmachung des Evangelischen Oberkirchenrats vom 29. Januar 1975

(GVBl. S. 6)

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1.
1 Die Fachberatung gegenüber Kirchenleitung, Gemeinden und Kantoren, die Leitung der kirchenmusikalischen Arbeit auf Landesebene sowie die Fachaufsicht über die Kirchenmusiker im Auftrag des Amtes für Kirchenmusik wird durch drei hauptamtliche, in den Kirchenkreisen tätige Kirchenmusiker wahrgenommen, die vom Evang. Oberkirchenrat zu Landeskantoren berufen werden. 2 Sie erfüllen gemeinsam Aufgaben, die früher dem Landeskirchenmusikwart (vgl. § 4 Abs. 1 des Gesetzes über das Amt für Kirchenmusik vom 5. Mai 1954 – GVBl. S. 45) übertragen waren.
2.
Die Landeskantoren sind zuständig für folgende Aufgaben:
A.
Gemeinsam auf Landesebene
  1. Beratung der Kirchenleitung in Fragen der Kirchenmusik
  2. Anregungen zur Förderung und Belebung der Kirchenmusik
  3. Beratung der Kirchenleitung in Personalangelegenheiten der Kirchenmusiker
  4. Verantwortlichkeit für die Kirchenmusik bei landeskirchlichen Veranstaltungen
  5. Mitwirkung bei Tagungen und Veranstaltungen kirchenmusikalischer Verbände
B.
Einzeln auf Landesebene
  1. Geschäftsführung der Landeskantoren
  2. Verbindung zum Kirchenmusikalischen Institut
  3. Vertretung in außerlandeskirchlichen Gremien
  4. Vertretung in den Verbänden
  5. Wahrnehmung besonderer kirchenmusikalischer Sachgebiete auf Landesebene
C.
Einzeln im Kirchenkreis
  1. Ausübung der kirchenmusikalischen Fachaufsicht
  2. Gutachten bei der Besetzung hauptamtlicher Kirchenmusikerstellen
  3. Anleitung und Beratung der hauptamtlichen Kirchenmusiker während der Praktikantenzeit in Zusammenarbeit mit dem Kirchenmusikalischen Institut
  4. Vorsitz in der Prüfungskommission für die D-Prüfung
  5. Entwurf von Bescheiden auf die Berichte der Bezirkskantoren
  6. Mitwirkung bei Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen auf überbezirklicher Ebene
  7. Teilnahme bei der Amtseinführung von hauptamtlichen Kirchenmusikern sowie bei kirchenmusikalischen Veranstaltungen von besonderer Bedeutung
  8. Mitwirkung und Beratung bei Besuchswochen der Kirchenleitung, bei Pfarrkonferenzen und anderen Veranstaltungen.
3.1
1 Im Rahmen der gemeinsamen Zuständigkeit auf Landesebene gem. Ziff. 2. A. regeln die Landeskantoren untereinander die Wahrnehmung von Einzelaufgaben. 2 Im Zweifel entscheidet das Amt für Kirchenmusik.
3.2
1 Für die Verteilung der Aufgaben gem. Ziff. 2. B. machen die Landeskantoren einen gemeinsamen Vorschlag an das Amt für Kirchenmusik, das die Zuständigkeiten für die Dauer von jeweils 3 Jahren festlegt. 2 Dabei sollen die Aufgaben Ziff. 1–4 einem Landeskantor zusammen übertragen werden.
3.3
Zur Erfüllung ihrer gemeinsamen Aufgaben kommen die Landeskantoren zu regelmäßigen Dienstbesprechungen zusammen.
3.4
Die Landeskantoren legen dem Amt für Kirchenmusik jährlich einen gemeinsamen Bericht über ihre Arbeit vor.