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Richtlinien
zur Führung der Pfarramtskasse

Bekanntmachung des Evangelischen Oberkirchenrats vom 10. Januar 1989

(GVBl. S. 45), geändert am 11. September 2001 (GVBl. S. 239)

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  1. 1 Bei Bedarf kann das Kassenbuch um weitere Spalten zur Aufschlüsselung der Einnahmen und Ausgaben für verschiedene Zwecke erweitert werden. 2 Dafür sind auf der rechten Seite des Kassenbuches sechs Leerspalten vorgesehen. 3 Eine Erweiterung soll mit der zuständigen Kasse (Rechnungs-/Kirchengemeindeamt/Rechner) abgesprochen werden, um doppelte Arbeit zu vermeiden.
  2. 1 Es empfiehlt sich, § 1 Abs. 1 der Pfarramtskassen-Verordnung vom 10. Januar 1989 (GVBl. S. 36) sehr eng auszulegen und über die Pfarramtskasse nur die notwendigsten Zahlungen und Bagatellbeträge abzuwickeln. 2 Mit bargeldlosen Zahlungen (Überweisungen) sollte die Hauptkasse der Kirchengemeinde (Rechnungsamt, Kirchengemeindeamt oder Rechner) unmittelbar betraut werden. 3 Der Barbestand soll 1 000,00 Euro nicht übersteigen, weil im Regelfall nur bis zu diesem Betrag Versicherungsschutz besteht.
  3. 1 Mit der Einführung der Zahlstelle als Pfarramtskasse werden alle Zahlungen erfaßt und mit der Abrechnung in die Jahresrechnung der Kirchengemeinde aufgenommen. 2 Opfer, Kollekten und Sammlungen sollen unmittelbar auf ein Konto der Einheitskasse eingezahlt werden, also nicht auf ein Konto der Pfarramtskasse. 3 In nur ein Pfarramtskassenbuch sind alle beim Pfarrer geführten Kassenkonten einzubeziehen. 4 Alle Sparbücher und sonstigen Rücklagen bei Pfarrämtern und sonstigen Einrichtungen der Kirchengemeinde sind in der Vermögensrechnung (Sachbuchteil 91 oder Beiheft) nachzuweisen. 5 Kopien aus den Sparbüchern usw. sind der Einheitskasse am Jahresanfang zum Jahresabschluß zuzuleiten.
  4. 1 Die halbjährliche Abrechnung ist als Mindestforderung zu sehen. 2 Je nach Umsatz ist es ratsam, kürzere Abrechnungszeiträume (vierteljährlich oder monatlich) vorzusehen. 3 Der Abrechnung sind Kopien der Kassenbuchseiten beizufügen.
  5. 1 Den Kassen (Rechnungs- und Kirchengemeindeämtern, Rechnern) wird es grundsätzlich erlaubt, die Einnahmen und Ausgaben summarisch auf je eine Haushaltsstelle zu buchen. 2 Damit soll vermieden werden, daß sich die Buchungsgebühren unangemessen erhöhen. 3 Die Einnahmen und Ausgaben eines Abrechnungszeitraumes können auch auf die in Frage kommenden Haushaltsstellen aufgeteilt werden.
  6. Für die Sammelbuchung der Einnahmen bitten wir, die Haushaltsstelle 0500.1750 und für die Ausgaben 0500.6340 vorzusehen.
  7. 1 Ausgaben für Baumaßnahmen und Bauunterhaltungen dürfen keinesfalls in der Pfarramtskasse erscheinen. 2 Sie sind immer in der Vorkasse zu buchen.